Busse und Autos verstopfen die Rainstraße in Ottensen

8. September 2009 | von Chris | Kategorie: Wohnkultur
Die Busse in der Rainstraße verstopfen regelmäßig die Straße. Foto: ottensen.INFO

Die Busse in der Rainstraße verstopfen regelmäßig die Straße. Foto: ottensen.INFO

In der Kleinen und Großen Rainstraße (Link zu google maps) werden die Busse nicht nur zum Ärgernis, weil Sie laut sind oder unnötig viel Feinstaub in die Luft pusten. Autos verstopfen auch regelmäßig die Straße, dann hupen mindestens zweimal täglich Busse, weil eben wieder irgendjemand – meist ohne Ortskenntnisse – falsch geparkt hat. Wir haben uns deshalb nicht entgehen lassen, neulich ein kleines Video festzuhalten. Was meint ihr dazu? Unsere Forderung ist: Busse raus aus der Rainstraße – die können auch gerne über die Barnerstraße direkt zum Bahnhof Altona fahren. Überhaupt sollte der gesamte Verkehr rund um den Alma-Platz umgeleitet werden und Autofreie Zonen eingerichtet werden (aber das wäre vermutlich zuviel verlangt).

Viel Spass mit dem Video und Danke für eure Kommentare!

14 Kommentare
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  1. “meist ohne ortskenntnisse” ist der euphemismus für ” klar parke ich in engen kurven, in der zweiten reihe und überhaupt, wo es mir passt”, nehme ich an. aber klar: für die forderung nach verlegung der busrouten. bei gleichzeitiger sperrung für den motorisierten individualverkehr.

  2. Ich fasse es nicht: da wird das Pferd ja wohl von der falschen Seite heraufgezäumt: wenn sich die Autofahrer an die Verkehrsregeln halten würden, und nur dort parken und halten wo es erlaubt ist verstopfen die Busse auch nichts. Und was hat das mit Ortskenntnis zu tun? Sehen die Park- und Halteverbotsschilder woanders denn anders aus? Oder sind Parkhäuser eine so neue, Ottenser Erfindung, daß Zugereiste damit nichts anzufangen wissen? Ich ärgere mich ständig darüber, daß ich früher aus dem Bus aussteigen und zu Fuß weitergehen muß, weil ortansässige oder ortsfremde (eigentlich völlig egal) Autofahrer dem Bus die Durchfahrt versperren. Leider wird zu viel zu wenig gehupt und abgeschleppt, stattdessen sind die Busfahrer immer häufiger gezwungen die Fahrt wegen der zugeparkten Straßen vorzeitig zu beenden und die Fahrgäste zu bitten zu Fuß weiter zugehen. Das nenne ich ein Ärgernis. Bevor die Yuppi Massen in Ottensen einfallen sind, gab es diese Probleme nicht. Jetzt, wo jedes Dinky-Päarchen mindestes zwei Blechkarossen vor dem Loft stehen hat, wird natürlich eng auf den Straßen. Von mir aus könnte das Parken im ganzen Viertel verboten werden. Wer nach Ottensen zieht, kennt die Verhältnisse dort, und wem es nicht passt der soll doch woanders hingehen, es wird niemand gezwungen dort zu leben.

  3. jau, auch ich habe schon an den Verkehrsausschuss geschrieben, daß die Autos aus dem Vietel verdrängt werden sollen; Parkraum in erster Linie für Anwohner da ist, denn Parkplätze gibt es in den vielen Parkhäusern genug – außerdem ist Altona/Ottensen ein ÖPNV-Eldorado; weil aber alle sogar im eingeschränkten Halteverbot parken (hier ist Halten in Tätigkeit für max. 3 min. erlaubt), müssen Lieferwagen meistens auf der Straße halten, bzw. kommt der Bus nicht durch. Mein Votum: Reduzierung des Autoverkehrs!!!!, denn so lange jeder Depp noch ein halben Quadratmeter Platz wittert, fährt er nicht ins Parkhaus. Auch finde ich Café-sitzen mit Blick auf Blechlawine auch nicht so prickelnd.

  4. Das Mercado soll seinen Hintereingang weiter nach innen verlegen, so dass die Busse genügend Raum in der Kurve haben um um parkende Autos besser herum fahren zu können. Natürlich muss vor dem neuen hinteren Eingang absolutes Parkverbot herrschen.

  5. noch einer:
    Autos raus aus Ottensen, hoch lebe der Besitzer eines Tiefgaragenplatzes.
    (Oder sogar zwei, falls Mutti auch eine Karre hat…)

  6. Wenn die Busse direkt zum Bahnhof fahren würden, anstatt vorher noch den Hintereingang des Mercado anzusteuern, wäre wohl allen geholfen – die Busfahrt ist auch im Idealfall (ohne Parksünder) ein paar Minuten schneller, die Anwohner hätten ihre Ruhe, und vom Busbahnhof zum Mercado ist es doch auch nur ein Katzensprung.
    Warum sollen die Busse dort noch ihre Ehrenrunde drehen?

  7. Also Journalismus ist das jedenfalls nicht, sondern die reinste Stimmungsmache, nur weil es den Damen und Herren in ihren Büros durch die Busse offenbar zu laut ist. Klar ist die Straße eng. Aber will man nicht, dass wichtige Bushaltestellen auf die Hauptverkehrswege (Barner) verlagert werden, muss der Bus halt durch. Wie soll Omi, die nicht mehr bis Bhf. Altona laufen kann, sonst auch voran kommen? Außerdem wäre es ja wohl ein Witz, die Busse in der Großen Bergstraße wieder durchzulotsen und aus Ottensen auszusperren. Dann doch lieber die Autos raus aus Ottensen.

  8. @ Jens – Nein, das ist bestimmt nicht nur Journalismus hier eine Frage zu stellen und um Meinungen zu bitten – Das ist sogar Lokaljournalismus! Wir möchten einfach gerne wissen, was ihr zu dem Thema meint und halten es für völlig legitim das hier mit einem Bericht anzugreifen … wenn der “Stimmung” macht – super! Danke für Deine Meinung! ;)

  9. @ Chris. Ihr schreibt, Zitat: “Unsere Forderung ist: Busse raus aus der Rainstraße.” Seit wann stellen Journalisten denn Forderungen auf? Das ist Kampagnenjournalismus auf “Bild”-Niveau.

  10. @ Jens Danke für die Blumen! Seit wann dürfen denn Journalisten keine Meinung haben? Nenn mir ein Medium, das durch-und-durch meinungslos ist … das führt jetzt aber viel zu weit. Komm einfach auf einen Kaffee vorbei und werde als Autor bei ottensen.INFO tätig ;) Dann kannst du deinen eigenen Senf verbreiten …

  11. Seit wann gibt es die Probleme mit den sogenannten verstopften Straße? Wenn ich mich richtig erinnere, doch erst seitdem der HVV die Ziehamonika-Busse auf den Linien einsetzt die durch Ottensen führen. Normale Busse und die Bergziegen haben keine Probleme mit dem engen Straßen. Also bevor sich hier alle die Köpfe einschlagen, was haltet Ihr davon, einfach mal an dem Punkt anzusetzen und den HVV um Stellungnahme zu bitten, warum gerade hier in Ottensen die langen Busse zum Einsatz kommen.

  12. @Jens: Mach’, was Chris Dir empfiehlt. Es lohnt sich.

  13. Um das ganze mal vom Kopf auf die Füsse zu stellen Folgendes zu den Fakten:
    Ich wohne seit 23 Jahren in der Kleinen Rainstrasse und kenne die benannten Probleme von Beginn an.
    Seitdem wurde eine Buslinie (37) verlegt, eine andere (288) fährt heute mit den Bergziegen, stattdessen die Linie 2 mit Gelenkbussen, was absolut notwendig ist, da sonst noch mehr Busse hier durchfahren müßten. das bedeutet eh schon eine extrem hohe Lärmbelastung für die Anwohner. Ich empfehle jedem Sprüchemacher mal Probewohnen Parterre Strassenseite in der Kleinen Rainstrasse.
    Jeden Tag mehrfach Stau mit lautem Gehupe, und das sind ja nicht nur die Busse, die dann so versuchen, die Besitzer der falsch parkenden Wagen zu alarmieren, das sind dann auch die besonders potenten Autofahrer, die, am Ende des Staus, gar nicht sehen können, ob sich jemand ganz vorne durch ihr Hupen überhaupt angesprochen fühlen kann, Hauptsache ist der reklamierte Anspruch auf ungehindertes Durchkommen, “frei” nach dem Motto: Sollen sich die anderen doch gestört fühlen, was kümmert es mich. Jetzt im Winter wird das ganze noch gesteigert durch die Motoren, die dann beim Warten laufen gelassen werden…
    Und übrigens, es sind tatsächlich meist die Auswärtigen, die dort parken, wo das absolute Halteverbot extra für die Gelenkbusse eingerichtet worden sind, Anwohner oder hier Arbeitende kennen das Problem und suchen woanders, was dann oft heißt, lange rumkurven. Auch unter Klimagesichtspunkten nicht gerade prickelnd.
    Tja, das Verkehrslenkungssystem, das, extra für und mit dem Mercado entwickelt worden war, hat sich für die Anwohner als Blindgänger herausgestellt (wie wir auch vorausgesehen haben). Und durch die Busspur am Hahnenkamp fährt sowieso alle Welt. Verkehrskontrolle gibt es da nie! Mein Gott, könnte der Staat da reich werden?! Auch die Falschparker, die dann häufig auch noch den Fahrradweg Große Rainstrasse zuparken, werden kaum noch zur Ordnung gerufen seit es den Schwarz/grünen Senat gibt.
    Es muß da auch irgendeine genetisch bedingte Verknüpfung in den Hirnen von Autobesitzern geben, lieber alle anderen zu nerven, behindern, die Umwelt zu schädigen, als neben den vielen Euro, die man dann hier beim Einkaufen läßt, auch noch ein paar wenige fürs Parkhaus draufzutun.
    Ach, und dann haben wir ja hier auch noch das sog. Jugendhotel, Schanzenstern, dessen Gäste zunehmend mit dem Privatwagen anreisen, was anfangs auch nicht so geplant war. Aber das ist dann ein neues Fass…
    Wenn man also für Vorrangigkeit des ÖPNV ist müßte hier eigentlich dringend etwas passieren. Danach sieht es allerdings unter den gegenwärtigen Bedingungen nicht aus. Den HVV könnte man z.B. fragen, waerum er nicht auf dieser Strecke die wesentlich leiseren Wasserstoffbusse einsetzt, oder ob die nur für die schicken Strassen in Winterhude gedacht sind…..

  14. @Rainer: So können nur Autofahrer denken. Die langen Busse kommen zum Einsatz weil sie viele Leute transportieren. Oder denkst Du der HVV macht es zum Spaß oder um die Busfahrer zu ärgern? Du hast noch nie morgens im 2er gesessen bzw. gestanden, denn sonst kämst Du gar nicht auf die Idee die Gelenkbusse durch Bergziegen zu ersetzen. Um die Fahrgäste eines vollbesetzten Gelenkbusses zu transportieren bräuchtest Du wahrscheinlich 3-4 Bergziegen. Wenn es machbar wäre, würde ich mir auf der Strecke, zumindest morgens, sogar die XXL-Busse wünschen, damit es etwas entspannter zugeht. Alternativ wäre auch ein 6-7-Minuten-Takt von 7-8.30 Uhr eine gute Idee.

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