Interview: Dem “Planet Subotnik” ist der Abriss sicher
2. März 2009 | von Chris | Kategorie: Besonderes, Interview
Und schon wieder soll ein Stück Ottensen für Wohnraum verschwinden. In letzter Zeit traten vermehrt Gerüchte um den Abriss des Blauen Barhauses und des Subotnik auf. Wir sprachen kurz mit Sabine Klüwer, Gründerin und Geschäftsführerin des Planet Subotnik in der Großen Brunnenstraße.
ottensen info: Sabine, seit wann gibt es das Planet Subotnik eigentlich?
Sabine: Offiziell seit April 1991 in der Großen Brunnenstraße. Früher (seit 1984) waren wir am Spritzenplatz/Erzbergerstrasse.
ottensen.info: Ihr seid aus der ehemaligen Punkszene entstanden… wer ist denn hier noch Punk, Du?
Sabine: Es war eigentlich immer eine gemischte Szene aber alle wollten uns immer in eine Schublade stecken. Wir waren irgendwie schon alles einmal: Reggae Laden, Hip-Hop Laden, usw.
ottensen.info: Was ist dran an dem Gerücht, dass ihr nächstes Jahr die Schotten dicht macht?
Sabine: Ich hab zum 31.7.2010 gekündigt, das ist Fakt. Und hier wird keine Kneipe mehr sein. An der Strasse ist verkauft und das wird abgerissen.
ottensen.info: Wirklich sehr schade, das heißt die einzige Tanzkneipe in Ottensen macht dicht?! Was kommt dann?
Sabine: Keine Ahnung wo dann noch getanzt wird.
ottensen.info: Und wie sehen Deine Zukunftspläne aus?
Sabine: Das ist privat geht keinen was an.
ottensen.info: Könntest du dir auch eine neue Heimat / Location für das Subotnik in Ottensen vorstellen?
Sabine: Nein, wirklich nicht. Ich sage Ottensen Adieu!
Herzlichen Dank für das Interview.
Anm. d.R.: Das Blaue Barhaus bestätigte uns in einem Telefongespräch, dass der Vertrag ebenfalls Mitte 2010 ausläuft.

Ist das nicht erschreckend was aus unserem Ottensen/Mottenburg gemacht wird. Eine Institution wie das Subotnik ( der einzige Tanzschuppen im Dorf ) und das blaue Barhaus, müssen einem teurem Wohnungsbau weichen. Ich meine, wir haben davon ja auch noch nicht genug und es können doch auch mal ab sofort Häuser mit mindestens zehn Stockwerken gebaut werden. Dann ist die Ausbeute für den Bauherren und Verwalter noch größer. Hä?? ihr meint dann wird es hier bald nicht mehr wohnenswert sein in unserem Dorf ? Ist es doch schon lange nicht mehr und ist doch eh scheiß egal, Hauptsache die Gewinne stimmen und auf die zweihundert Menschen mehr kommt es ja nun auch nicht mehr an.
Ottensen ist doch eh schon überfüllt !!!!! Mal sehen wie lange das hier noch gut geht und wann die Meute endlich wieder weiter zieht und uns “Ottenser” ( geboren oder gebürtig, nicht zugezogen ) endlich wieder in Ruhe läßt, damit es hier wieder normal wird.
Wilhelmsburg ist doch im kommen, also Meute packt eure sieben Sachen und geht auf die Reise…
“Ottensen ist doch eh schon überfüllt !!!!! Mal sehen wie lange das hier noch gut geht und wann die Meute endlich wieder weiter zieht und uns “Ottenser” ( geboren oder gebürtig, nicht zugezogen ) endlich wieder in Ruhe läßt, damit es hier wieder normal wird.”
Groß, Alter, ganz groß.
Tja, watt schasst Du da noch seggen….C’est la vie, shit happens,…oder Watt mut dat mut …nich immer allens nur gut sien, un wern…Ich bin schon wat traurig und betrübt,dass es das mir so vertraute Planet Subotnik bald nicht mehr geben wird…und ich kenne und putzte es schon in seinen Ursprungstagen…
(Erzbergerstrasse),hörte + liebte den teil’s angenehmen, teil’s gehassten Lärm morgentlicher Kneipen-Nachhausegänger/innen.Wenn die Stöckelschuhe über’n Spritzenplatz halten oder das Lachen + Labern sich langsam in den Ottensener Strassen verabschiedete .Das EX-”Trauma”, als es, dann in die große Brunnenstrasse 55a umzog…hinterm Weller’s Stübchen-(jetzt Blaues Barhaus) anfing zu wachsen und mit neugeschaffenem Wohnraum sich gestalltete…Wieviel Power, Arbeit , Lust ,Mühe+ Gelder von sooo Vielen in diesem Haus stecken, wissen vielleicht nur Einige. Und das SUBOTNIK ein Begriff für “freiwilliger Arbeitseinsatz” ist auch nicht,… doch dass es in all den guten + schlechten Jahren immer wieder ein sehr menschlicher und auf seine Art und Weise kommunikativer + kreativer Ort in Ottensen ist, haben gewiss fast Alle gewußt und geschätzt. Daher sage ich mit lachenden + weinenden Auge, und meinen alten Tanzbeinen: Solidarität und Anerkennung: Kommt zum Tanz in den Mai + subotniken bis 2010 + tschüß Heide