Stefan auf Kreuzfahrt mit Muttern: Tag 10, Gdynia (Danzig)
16. September 2008 | von stefanb | Kategorie: OttensenWeltweitHeute erreichen wir Polen, unser Auto ist schon da!
Auf dem Reiseprospekt stand Danzig, unser Schiff geht aber in Gdynia vor Anker, welches 22 Kilometer davon entfernt ist. Der eine oder andere wird sich fragen, wo hat er den Namen Gdynia schon mal gehört? Jedem James Bond Fan ist der Bösewicht Blofeld ein Begriff, dieser stammt aus Gydnia und will die Welt beherrschen!
Da wir auch heute wieder nicht an den organisierten Ausflügen teilnehmen, versuchen wir auf eigene Faust Danzig zu erreichen. Plan: Ins Zentrum von Gydynia laufen, von dort den Zug Richtung Danzig nehmen. Das Hafengebiet durch welches wir laufen, um ins Zentrum zu gelangen, ist alles andere als einladend. In Downtown Gdynia angekommen, finden recht schnell den Bahnhof. Der Weg nach Danzig führt über Sobott, einen bekannten Badeort. Wir entschließen uns dort auszusteigen und erst mal diesen Ort anzuschauen. Das Wetter ist fantastisch, und wir sind an einem Strand!
Die Entscheidung fällt gegen Danzig in nur 4 Stunden und führ einen Tag im Sand.
Sobott ist ne glatte 1, alles da was ein Strandbad braucht. An diesem Tag findet hier
so etwas wie ein Fest statt, es gibt unzählige Fressstände mit selbstgebackenem Kuchen (ja!!!!!) und anderen Leckereien, Infostände, eine Verkaufveranstaltung
(zum Glück sprechen wir kein Polnisch) gibt’s auch.
Nach einem entspannten Tag am Beach kehren wir nach Gdynia zurück. Meine Mutter geht schon an Bord, ich laufe noch 1,5 Stunden durch den kleinen Ort.
Während ich da so durch die Gegend laufe, spüre ich in mir zunehmend ein gar unbekanntes Gefühl, ja ein großes Verlangen, ein Streben. Auch ich will die Welt beherrschen. Muss an der Stadt liegen! Zurück an Bord versuche ich die Mannschaft zur Meuterei zu überreden. Dieses Schiff soll erste Basis meines Imperiums werden! Die größten Teils aus Russen bestehende Crew will meine Idee nicht mit mir teilen. Sie hätten schon einen verrückten Potentaten. Schnell gehen mir die Argumente aus.
Na Egal, ist eh schon Zeit für das Abendessen.
Am heutigen Abend findet die große Abschiedsshow statt, alle Künstler der Reise treten noch einmal auf. Gegen Mitte der Show passiert folgendes:
Der Moderator, selber auch ein guter Sänger und Entertainer, gibt ein Tom Jones Medley zum Besten. Dabei fordert er meine in der 1. Reihe sitzende Mutter zum tanzen auf. Die lässt sich nicht zweimal bitten. Die beiden legen vor rund 500 Leuten eine flotte Sohle aufs Parkett. Ich bin so geschockt das ich erst nach rund 1 Minute meinen Photoapparat startklar habe. Die Leute sind außer Rand und Band, spenden danach einen Riesenbeifall. Anschließend wird meine Mutter von einigen Gästen angesprochen, wann die beiden das denn einstudiert hätten. Sehr überrascht waren sie über die Antwort dass es spontan war. Eins muss man Muttern lassen, sie ist ein Showtalent!
Dem treuen Leser muss ich nicht sagen wo auch dieser Abend wieder ended, natürlich in der Panorama Bar am Künstlertisch. Gegen halb vier falle ich ins Bett. Morgen geht’s Richtung Heimat!
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